Leistungen der Krankenkasse

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) schützt die Versicherten bei Krankheit, Mutterschaft und Unfall und bietet allen Versicherten denselben Leistungsumfang an.

Der Versicherer muss die Versicherten alle gleich behandeln, ohne Unterscheidung des Gesundheitszustandes oder eines Indikators dafür. Dies gilt insbesondere bei der Aufnahme in die Versicherung, der Wahl der Versicherungsform und bei der Vergütung der Leistungen.

Vorsorgeuntersuchungen

Die Grundversicherung bezahlt eine Reihe von Präventions­massnahmen. Darunter fällt auch die gynäkologische Vorsorge­untersuchung inklusive Krebsabstrich. Die Grundversicherung übernimmt die ersten beiden Untersuchungen im Jahresinter­vall. Danach deckt sie die Untersuchungen alle drei Jahre.

Falls Sie zu den Frauen gehören, welche sich sicherheitshalber, oder aufgrund der gesundheitlichen Vergangenheit in der Familie, jedes Jahr von der Frauenärztin untersuchen lassen wollen, dann lohnt es sich womöglich eine Zusatzversicherung abzuschliessen. Bei Patientinnen welche zusatzversichert sind, wird die jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung durch die Krankenkasse übernommen.

Falls bei Ihrer ärztlichen Konsultation ein Befund oder eine Krankheit festgestellt wird, dann gilt diese Behandlung als «Krankheit», welche von der Grundversicherung übernommen wird. Dies gilt auch wenn Sie eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben.

Kostenbeteiligung

Für alle Leistungen der Grundversicherung, ausser bei Mutterschaft, wird vom Versicherten eine Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) verlangt.

Viele Zusatz-Versi­cherte wünschen daher insbesondere dann eine Vergütung aus der Zusatzversicherung, wenn sie ihre Franchise der Grundversicherung noch nicht «ausgeschöpft» haben. Leider dürfen aber die Krankenversicherer diesen Wunsch aus gesetzlichen Gründen nicht erfüllen.